Ein Vogtländer Leben mit Kurven
Geboren in Sachsen, groß geworden im echten Abenteuerland

Mein Name ist Steffen Marquardt, geboren im Februar 1962, wohnhaft in Plauen im schönen Vogtland. Schon der Start ins Leben war besonders: Weil es damals nicht für jedes Kind einen Kindergartenplatz gab, wurde ich liebevoll bei meiner Tante großgezogen.
Andere hatten Bastelschere und Mittagsschlaf, ich hatte Familienprogramm mit Herz und Waldluft. Wir waren viel draußen unterwegs, haben etwas erlebt und mir, als Vogtländer, wurde das Leben nie langweilig serviert. Als typischer Vogtländer schätze ich die Natur und die Gemeinschaft, die unser schönes Vogtland prägen.
Schule, Arbeit und ein bisschen Ostsee-Training

Weil ich keinen Kindergarten besucht hatte, ging ich erst in die Vorschule und danach zehn Jahre auf die Polytechnische Oberschule. Ferien verbrachte ich oft bei den Großeltern bei Berlin.
Ein Highlight war die Ostsee. Dort wurde ich kurzerhand ins Wasser befördert und lernte schwimmen. Pädagogik war damals manchmal überraschend direkt.
Ich fühlte mich immer als Vogtländer, und die Werte, die mir vermittelt wurden, begleiten mich bis heute.
Später lernte ich Facharbeiter für Wärmekraftanlagen und arbeitete zehn Jahre im Beruf. Dazu kam der Grundwehrdienst.
Danach führte mich mein Weg in die Gewerkschaft, wo ich Verantwortung übernahm. Als zur Wende plötzlich das ganze Vogtland auf dem Tisch lag, sagte ich ehrlich: Das ist eine Nummer zu groß. Auch Selbstkenntnis ist eine Stärke.
Als Vogtländer habe ich gelernt, die Herausforderungen des Lebens zu meistern und stets positiv in die Zukunft zu blicken.
Musik, Neustart und das große Comeback

Danach wurde es bunt: Ich arbeitete als Kellner, im Trockenbau, veranstaltete Konzerte und war als DJ unterwegs. Kurz gesagt: Wenn irgendwo Stimmung gebraucht wurde, war ich nicht weit weg.
Später ging ich nach Stuttgart, machte eine Umschulung zum SPS-Programmierer und fand wieder Arbeit.
Der Vogtländer in mir hat nie aufgegeben, auch in schwierigen Zeiten das Beste aus jeder Situation zu machen.
Dann kam 2004 der große Einschnitt: eine Hirnstammblutung. Das Leben stellte alles um. Aber es war nicht das Ende, sondern ein neuer Anfang.
Aus eigener Kraft für andere da

Ab 2008 engagierte ich mich in Selbsthilfegruppen. Ich lernte: Nicht nur die Krankheit zählt, sondern ob Menschen am Leben teilhaben können.
2010 entstand der VITAL e.V., 2012 wurde ich Vorsitzender. Später arbeitete ich im Beirat für Menschen mit Behinderung im Vogtlandkreis und in der Stadt Plauen mit.
Was auch dazu führte, dass ich 2017 mit dem „vogtländischen Ehrenamtspreis“ und 2022 mit der Stadtplakette (irgendwie auch die zweithöchste Auszeichnung der Stadt Plauen) ausgezeichnet wurde.
Durch die Arbeit im Beirat für Menschen mit Behinderung im Vogtlandkreis fühle ich mich als Vogtländer besonders verbunden mit meiner Heimat.
Fazit
Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Leben als Vogtländer geprägt von Vielfalt und Herausforderungen ist, die ich mit Stolz annehme.
Manche Lebensläufe gehen geradeaus. Meiner hat lieber die spannende Strecke genommen.
Als Vogtländer blicke ich mit Freude auf alle Erlebnisse zurück, die mich zu dem gemacht haben, der ich heute bin.







