Games Against Borders, wenn Zocken plötzlich politisch wird

74 / 100 SEO Punktzahl

Am 30. Oktober 2026 wird London zum Treffpunkt für Menschen, die Spiele nicht nur spielen, sondern auch über ihre Wirkung nachdenken.

Beim Symposium Games against Borders treffen sich Spieleentwickler, Künstler, Wissenschaftler und Denker. Die Veranstaltung gehört zum „Games Transformed Festival“, das sich in diesem Jahr mit Rassismus, Migration und Gerechtigkeit beschäftigt.

Die Idee dahinter klingt zunächst etwas ungewöhnlich: Was haben Computerspiele mit Grenzen zu tun? Eine ganze Menge.
In vielen Spielen gibt es Länder, Gebiete, Mauern, Feinde und natürlich die berühmte Grenze, hinter der angeblich das Böse lauert.
Besonders Strategiespiele zeigen uns gerne eine Welt, in der jedes Land sein Gebiet verteidigen und möglichst noch ein Stück vom Nachbarn abknabbern muss.
Frieden ist da manchmal ungefähr so beliebt wie ein kaputter Controller.

Die Veranstalter wollen deshalb genauer hinschauen.
Grenzen sind schließlich nicht einfach vom Himmel gefallen. Menschen haben sie geschaffen, mit Pässen, Mauern, Polizei, Überwachung und Gesetzen.
Sie entscheiden darüber, wer reisen darf, wer bleiben darf und wer draußen bleiben soll. 

Aber Spiele können mehr, als nur alte Vorstellungen zu wiederholen.
Sie können zeigen, wie sich eine Welt ohne starre Grenzen anfühlen könnte. Statt immer gegen den anderen zu kämpfen, könnten Spieler gemeinsam Lösungen suchen.
Statt „Wir gegen die“ könnte es auch einmal „Wir zusammen“ heißen. Klingt fast revolutionär – und das ausgerechnet beim Spielen.

Dabei geht es auch um die Herstellung der Spiele selbst.
In den Minen werden Rohstoffe gewonnen, in Fabriken Konsolen gebaut und weltweit arbeiten Menschen für eine Industrie, deren Gewinne oft ganz woanders landen.
Die Grenze zwischen Spieler, Produzent und ausgebeutetem Arbeiter ist also weniger unsichtbar, als man denken könnte.

„Games against Borders“ will deshalb nicht das Spielen abschaffen.
Ganz im Gegenteil. Spiele sollen ihre enorme Kraft nutzen: zum Nachdenken, zum Ausprobieren und vielleicht sogar zum gemeinsamen Träumen.
Denn wer in einem Spiel eine andere Welt bauen kann, könnte vielleicht auch auf die Idee kommen, dass unsere echte Welt nicht für immer so bleiben muss.

#GamesAgainstBorders #Gaming #GamesTransformed #Migration #Antirassismus #Antifaschismus #Spielekultur #Anti-racism #Anti-fascism

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.