Tomatensalat: Vorsicht, Ideen können Arbeit machen
Es gibt Sätze, die sollte man sich gut überlegen.
Einer davon ist: „Wir könnten doch das nächste Mal Tomatensalat machen.“ Kaum zwei Monate ausgesprochen, war ich auch schon mitten im Küchendienst.
Wieder einmal zeigte sich: Wer eine Idee hat, darf sie meistens auch selbst umsetzen.
Das Leben ist eben kein Wunschkonzert, sondern manchmal eher eine Kochsendung ohne Werbepause.
Fast hätte ich vorgeschlagen, den Tomatensalat so zuzubereiten, wie ihn mein Vater immer gemacht hat. Das Problem wäre nur gewesen, die Tomaten in hauchdünne und exakt gleich dicke Scheiben zu schneiden.
Dafür bräuchte man vermutlich eine Hightech-Maschine oder einen Chirurgen mit viel Freizeit. Mein Vater steht nicht mehr zur Verfügung.
Also entschieden wir uns für die bewährte klassische Würfelform.
Steffen und Steffen legten los und zauberten Tomatenwürfel.
Danach waren die Zwiebeln an der Reihe.
Ich hatte sie extra besorgt und durfte sie natürlich auch schneiden. ‘Während der andere Steffen beinahe geometrisch perfekte Würfel produzierte, entstanden bei mir eher moderne Kunstwerke.
Aber am Ende landet schließlich alles in derselben Schüssel.
Dann kamen Salz, Pfeffer, ein Esslöffel Öl, ein Esslöffel Wasser und als kleine Überraschung brachte Viola noch getrockneten Schnittlauch mit. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
Den entscheidenden Test übernahm unser Haustechniker als freiwilliger Vorkoster. Sein Kommentar, ich sei „in seiner Achtung gestiegen“, war wohl das größte Lob des Tages.
Manchmal braucht es eben keine Sterne-Küche. Ein einfacher Tomatensalat, +, Viola und zwei mal Steffen, gute Laune und ein paar krumme Zwiebelwürfel reichen völlig aus.
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(Bild: Patrick Schubert)

