Natur, Kunst und Begegnungen trotz Regentropfen
Am Sonntag, dem 14. Juni 2026, lud der Verein der Freunde Plauens e.V. wieder zum beliebten „Tag des offenen Gartens“ ins Arboretum ein und ich war dabei.
Obwohl das Thermometer nur 16 Grad zeigte und sich immer wieder ein paar Regentropfen bemerkbar machten, ließen sich die Besucher die gute Laune nicht verderben.
Hunderte Menschen nutzten die Gelegenheit, um durch die wunderschöne Parkanlage zu schlendern und die besondere Atmosphäre zu genießen.
Kunsthandwerk, Pflanzen und kreative Ideen
Rund um das Weber-Demmig-Haus und den Apothekergarten präsentierten zahlreiche Aussteller ihre liebevoll gefertigten Arbeiten.
Unter hellen Pavillons gab es dekorative Holzarbeiten, Schmuck, Keramik, Pflanzen und viele regionale Produkte zu entdecken.
Besonders ins Auge fiel der rote Pavillon der „Herzwerkstatt“, unter dem handgefertigte Holzkunst angeboten wurde.
Auch das Narva Keramikstudio Plauen e.V. war vertreten.
Der NABU Vogtland informierte an seinem Stand über Natur- und Artenschutz. Passend dazu erinnerte der große Schriftzug „Naturschutz ist Herzenssache“ daran, wie wichtig der Schutz unserer Umwelt ist.
Natur trifft Kultur
Ein echter Blickfang waren die kunstvollen Holzfiguren einer Kunstschmiedemeisterin.
Die außergewöhnlichen Skulpturen dienten als Präsentationsfläche für Schmuckarbeiten aus Gold und Silber.
Ebenso beeindruckte ein Drechsler die Besucher, der sein Handwerk direkt vor Ort zeigte. Mit seiner Drechselmaschine verwandelte er einfache Holzstücke in dekorative Kunstwerke.
Für die musikalische Unterhaltung sorgten Klänge zwischen vogtländischer Mundart und irisch-schottischer Folkmusik.
Viele Gäste blieben stehen, lauschten den Melodien und genossen die entspannte Stimmung.
Das Arboretum-Café, daß im Rahmen des „Tags des offenen Gartens“ eingerichtet war, war in einem, historischer Raum mit hohen Decken, sichtbaren Holzbalken und gotisch anmutenden Spitzbogenfenstern eingerichtet. Viele Besucher sitzen an den Tischen, trinken Kaffee, essen Kuchen oder unterhalten sich miteinander.
Vorn befand sich ein reich gedecktes Buffet mit Kuchen, Salaten, Gebäck, Getränken und weiteren Speisen.
Mehrere Helferinnen und Helfer kümmern sich um die Bewirtung der Gäste.
Ein Park voller Geschichte und Leben
Das Arboretum zeigte sich von seiner schönsten Seite. Alte Linden spendeten Schatten, die Wiesen wurden bewusst nur teilweise gemäht und boten zahlreichen Pflanzen und Insekten wertvollen Lebensraum.
Zwischen den Bäumen erinnern vereinzelte Grabmale an die Geschichte des ehemaligen Friedhofs.
Vereinsvorsitzender Ullrich Franke führte interessierte Besucher durch das Gelände und berichtete über die ursprünglichen Planungen des Landschaftsarchitekten Bernhard Weißbach.
Besonders der Bereich des einst geplanten Rosengartens begeisterte mit zahlreichen orangefarbenen und gelben Rosen in voller Blüte.
Das Arboretum bleibt auch außerhalb solcher Veranstaltungen ein lohnendes Ausflugsziel.
Wer Ruhe, Natur und ein Stück Plauener Geschichte erleben möchte, findet hier das ganze Jahr über einen ganz besonderen Ort.
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