Reformen oder Kürzungen?

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Reformen oder Kürzungen?

Früher bedeuteten Reformen, etwas besser zu machen.
Heute scheint das Wort in Berlin eine ganz neue Bedeutung bekommen zu haben. Kaum kündigt die Koalition eine Reform an, verstecken viele Bürger vorsichtshalber ihr Portemonnaie.
Denn oft stellt sich heraus: Reform bedeutet kürzen. Und wenn noch etwas übrig bleibt, wird geprüft, ob man dort ebenfalls sparen kann.

Vermögen und Einkommen – ein kleiner Unterschied mit großer Wirkung

Neu ist die Diskussion nicht.
Die Linke fordert schon lange eine stärkere Besteuerung großer Vermögen. Inzwischen unterstützt auch der Deutsche Gewerkschaftsbund die Idee einer Reichensteuer.
Der Experte Günter Striewe rechnet in der “Süddeutschen” vor, dass Gut- und Durchschnittsverdiener bei vielen Steuerreformen seit 1958 immer stärker belastet wurden. ‚
Offenbar wird dabei häufig Einkommen mit Vermögen verwechselt. Oder man möchte den Unterschied lieber gar nicht so genau anschauen.
Jetzt müsste das nur noch der „liebe Friedrich“ verstehen.

Sparen, sparen und noch mehr sparen

Viele Menschen fragen sich deshalb, warum immer wieder beim Elterngeld, bei der Pflege oder bei Krankenhäusern gespart werden soll.

Auch beim BAföG wünschen sich viele keine Kürzungen, sondern eine Anpassung an die steigenden Mieten. Schließlich studiert es sich schlecht, wenn das Zimmer teurer wird als das Lehrbuch.

Gleichzeitig warten viele auf eine gerechte Vermögenssteuer und eine vernünftige Erbschaftssteuer. Und so könnte man die Liste scheinbar endlos fortsetzen.

Vielleicht doch mal echte Reformen?

Vielleicht sollten Reformen wieder dazu dienen, Gesetze besser zu machen und Probleme zu lösen.
Denn ein Auto fährt schließlich nicht schneller, wenn man immer mehr Teile ausbaut.

#Reformen #Reichensteuer #Vermögenssteuer #Steuerpolitik #BAföG #Pflege #Deutschland

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