Chemnitz, Zeitreisen und ein Aufzug mit heimlicher Superkraft

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Wenn schon Regen, dann wenigstens mit Abenteuergefühl

Manchmal beginnt ein Ausflug schon mit einem kleinen Test des Universums. In unserem Fall hieß der Test: leichter Regen.
Bereits auf dem Weg zum Bahnhof tröpfelte es gemütlich vom Himmel, vermutlich damit niemand auf die Idee kommt, dass Ausflüge immer nur bei Sonnenschein erlaubt sind.
Die Oelsnitzer hatten außerdem neue Gesichter mitgebracht. Das ist immer spannend. Man kennt ja das Gefühl: Man steigt ein und denkt kurz „Moment mal, war der letztes Mal schon dabei oder habe ich einfach schlecht aufgepasst?“

Mit dem Bus Richtung Vergangenheit

Pünktlich kam der Bus der Firma Beck aus Zwickau. Wie immer mit Rollstuhl-Hebebühne und wie immer zuverlässig. Also ging es nach Chemnitz zum s.m.a.c., dem Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz. Früher war das Gebäude ein Kaufhaus, einigen noch als Schocken oder später als Centrum Warenhaus bekannt. Heute findet man dort statt Sonderangeboten die Geschichte der Menschheit Sachsens. 

Zwei Führungen waren gebucht und die Reise durch die Zeit konnte beginnen.
Das Museum ist modern gestaltet und verbindet Geschichte mit Technik und Multimedia.
Besonders beeindruckend war die Blinden-Leiteinrichtung.
Da merkt man schnell: Barrierefreiheit ist nicht nur ein Extra, sondern macht Orte für alle besser.
Und dann kam der heimliche Star des Tages: der Lastenaufzug.

Ein Aufzug, der wahrscheinlich heimlich eine Zeitmaschine ist

Normalerweise fährt ein Aufzug einfach nach oben oder unten. Dieser hier hatte offenbar größere Pläne.
Man stieg ein und plötzlich wechselte man zwischen Steinzeit, Bronzezeit, slawischer Besiedlung, Mittelalter und Neuzeit.
Ganz ehrlich: Wer braucht Science-Fiction-Filme, wenn ein Aufzug still und heimlich Zeitreisen organisiert?
Auf den äußeren Gängen gab es zusätzlich viele Informationen über die Geschichte des Gebäudes selbst.

Von der Steinzeit direkt zum Eisbecher

Nach so viel Geschichte meldete sich irgendwann die Gegenwart zurück.
Zu dritt ging es anschließend zum Chinesen essen, danach noch eine kleine Runde am Roten Turm entlang und zum krönenden Abschluss gab es Eis. Denn offenbar gilt eine uralte menschliche Tradition bis heute:
Nach langen Entdeckungsreisen muss etwas Leckeres her.
Danach ging es zurück zum Bus und wieder nach Plauen. Ein schöner Tag voller Geschichte, Begegnungen und dem Verdacht, dass manche Aufzüge mehr können, als sie zugeben.

Was war euer schönster Museumsbesuch oder welcher Ort hat euch überrascht? Schreibt eure Erlebnisse in die Kommentare – vielleicht steckt irgendwo auch eine versteckte Zeitmaschine.

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