Wenn Kaffee, Kuchen und Heilpflanzen plötzlich zum Abenteuer werden
Am Montag, dem 18. Mai 2026, traf sich die Selbsthilfegruppe Schlaganfall Plauen im wunderschönen Arboretum in Plauen.
Erst gab es Kaffee und Kuchen, was bei solchen Treffen ungefähr so wichtig ist wie der Ball beim Fußball.
Danach wurde es überraschend botanisch. Eine ehemalige Apothekerin erklärte den Apothekergarten und nahm die Gruppe mit auf eine kleine Reise durch die Welt der Heilpflanzen.
Früher hatte sie die Apotheke am Hradschin und kannte sich aus, als hätte sie persönlich jede Pflanze dort begrüßt.
Huflattich, Schafgarbe und die große Frage nach der Wunderwirkung
Mit viel Begeisterung erzählte sie von Huflattich, Schafgarbe und anderen Pflanzen, die schon unseren Großeltern halfen, wenn der Hals kratzte oder der Bauch beleidigt war.
Manche Zuhörer nickten interessiert, andere hatten wirkliches Interesse, auch diskutiert wurde.
Auch die Homöopathie bekam ihren Platz im Gespräch. Da gingen die Meinungen zwangsläufig auseinander.
So lauschte die Gruppe über eine Stunde lang den Geschichten aus der Welt der Kräuterheilkunde.
Zwischen Rhododendron und ehemaliger Pathologie
Das Arboretum hat allerdings nicht nur Blumenromantik zu bieten. Wer genauer hinschaut, entdeckt auch ein Stück Plauener Geschichte.
Dort, wo heute gemütlich Kaffee getrunken wird, befand sich früher einmal die erste Pathologie der Stadt. Im Krieg arg beschädigt.
Und ja, das Gelände war früher ein Friedhof.
Heute zwitschern dort Vögel, Rhododendren blüht in allen Farben und die alten Lindenalleen sorgen für eine Ruhe, die man in unserer hektischen Zeit fast schon für ein seltenes Naturphänomen halten könnte.
Das Arboretum wird immer mehr zum kleinen Ruheparadies
Bei bestem Wetter wurde aus dem Treffen nicht nur ein informativer Nachmittag, sondern auch ein kleiner Kurzurlaub vom Alltag.
Das Arboretum entwickelt sich immer mehr zu einem echten Wohlfühlort in Plauen. Vielleicht wäre ein Samstagsspaziergang dort genau das Richtige.
Irgendein Tor steht tagsüber fast immer offen und die Natur wartet schon geduldig. Und mal ehrlich: Wo sonst bekommt man gleichzeitig Kräuterwissen, Stadtgeschichte und Vogelkonzert kostenlos serviert?
Was meint ihr? Wart ihr schon einmal im Arboretum in Plauen oder habt ihr dort einen besonderen Lieblingsplatz? Schreibt eure Gedanken und Erinnerungen gern in die Kommentare.
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Ein treffender Beitrag, der die Naturschönheit des Baumparkes gut beschreibt. Ich habe mich auch schon oft dort erholt und die Beschriftung der
Grabsteine bestaunt