Wenn Schüler plötzlich Spieleentwickler sind
Heute Vormittag wurde es im Salon des ASPIDA Pflegecampus Plauen überraschend kreativ. Einige Schüler der WBS-Trainings Schule kamen vorbei und brachten selbstgebaute Spiele mit.
Und man muss sagen: Ideen waren reichlich vorhanden, Material manchmal eher… sagen wir mal „pädagogisch wertvoll“. Besonders beeindruckend war ein Geschicklichkeitsspiel aus Wellpappe. Mehrere Lagen Karton, Löcher, etwas Größer als Kugelgrösse ungefährer Murmelgröße und eine wilde Linie, die vermutlich zeigen sollte, wo es langgeht. Die Aufgabe: eine Kugel an zwei Seilen entlangführen, ohne dass sie in eines der Löcher fällt. Klingt einfach, ist es natürlich nicht. Nach drei Versuchen fühlt man sich wie ein Chirurg im Praktikum.
Von Holz bis UNO-Karten, alles dabei
Das zweite Spiel war ein klassisches Memory aus Holz. Solide, ruhig, fast schon seriös im Vergleich zum Karton-Abenteuer. Man dreht Karten um, versucht sich zu erinnern und merkt nach wenigen Sekunden: Das Gehirn macht heute Homeoffice.
Dann kam Spiel Nummer drei, das klare Highlight. ‚
Acht bunte Blätter, ein UNO Kartenspiel und eine Regel, die ungefähr so viel Struktur hatte wie ein Kindergeburtstag nach zu viel Zucker. Karte ziehen, Farbe erkennen, draufhauen und laut rufen.
Einfach, laut, perfekt. Genau das Spiel, bei dem plötzlich alle wieder acht Jahre alt sind und keiner verlieren will, obwohl niemand so genau weiß, wie man überhaupt gewinnt.
Abends wird’s dann feurig
Am Abend ging es direkt weiter mit der vorgezogenen Hexenfeuer-Party.
Eigentlich sollte das Ganze später stattfinden, aber aus organisatorischen Gründen sagt eben: Heute oder gar nicht.
Also heute. Im Innenhof wurde ein Feuer gemacht, die Leute saßen ach mit Decken drum herum und Lutz gielt ganz geschäftig das Feuer am Laufen.
Auf der Sonnenseite des Gebäudes war es angenehm warm, auf der anderen Seite eher „nordischer Frühling“. Man wanderte also strategisch zwischen gemütlich und leicht durchgefroren hin und her.
Ein Tag, wie er besser nicht geplant werden könnte
Am Ende bleibt ein Tag, der zeigt, wie wenig Perfektion eigentlich nötig ist.
Ein paar Schüler, ein bisschen Pappe, ein Kartenspiel und ein Feuer reichen fast völlig aus, um gute Laune zu produzieren.
Vielleicht ist genau das die eigentliche Kunst: Dinge einfach passieren lassen und sich nicht zu wundern, wenn sie dann tatsächlich Spaß machen.
#Plauen #Frühling #Spiele #UNO #Hexenfeuer #Gemeinschaft #Alltag
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