Kochshow im Pflegecampus – Wenn Frikadellen auf Teamgeist treffen

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Die Küche wird zur Bühne

Heute war ein Tag, an dem selbst der Kalender kurz applaudiert hat. Schon am Vormittag ging es heiß her, denn bei uns wurde nicht einfach gekocht – bei uns wurde produziert. Unsere Aufenthaltsräume tragen große Namen, fast wie Sehenswürdigkeiten. Mein Aufenthaltsraum heißt „Talsperre Pöhl“, gekocht wurde aber heute in der „Göltzschtalbrücke“. Allein der Name klingt schon nach Architekturpreis und drei Michelin-Sternen.
Wir waren zu sechst am Start, bereit für die erste große Kochshow mit geheimnisvoller Überraschung am Ende. Wahrscheinlich Weltherrschaft oder Nachtisch.

Das Team der Pfannenritter

Angeführt wurde die Truppe von Christian, Chef des sozialen Dienstes, gelernter Koch und menschliches Schweizer Taschenmesser. Wenn irgendwo etwas fehlt, steht Christian meistens schon daneben und hat es längst gelöst.
Dazu kam Patrick, unser Haus- und Hoffotograf, der wahrscheinlich sogar einer Kartoffel ein professionelles Porträt entlocken könnte. Dann standen noch vier mutige Hobbyköche bereit: Heiko, Peter, Ronny und ich, also Steffen, zuständig für Geschmack, Motivation und fachgerechtes Probieren.

Große Küche, große Gefühle

Zuerst wurden Zutaten, Töpfe, Pfannen und alles, was klappern kann, in die vierte Etage geschleppt. Danach wanderte das schmutzige Geschirr wieder nach unten.
Fitnessstudio kann jeder, wir machen Küchentransport mit Praxisbezug. Dann begann das Brutzeln.
Es gab lockere Frikadellen, regional auch bekannt als Buletten, Beefsteaks oder Hackbällchen. Dazu scharfes Gemüse aus Tomaten und Zwiebeln, gebratenen Pangasius – ein Wels, wie ich heute lernen durfte – Spargel und selbst gemachten Kartoffelbrei. Da blieb kein Magen unbeeindruckt.

Die Verkostung war überraschend kurz

Nachdem alles fertig war, wurde natürlich professionell verkostet. Andere würden sagen: Wir haben es restlos verputzt.
Wissenschaftlich betrachtet war das Essen nur wenige Minuten existent. Besonders bemerkenswert: Irgendwo in der Küche verlorene Eier wurden nicht mehr beachtet.

Manche Rätsel sollen ungelöst bleiben. Vielleicht spuken sie noch heute zwischen Kühlschrank und Gewürzregal.

Fortsetzung folgt

Der Nachmittag hatte auch noch Programm, aber darüber gibt es morgen mehr. Man soll große Geschichten schließlich dosieren.
Heute bleibt festzuhalten: Die erste Kochshow war ein voller Erfolg, niemand verbrannt, alle satt, Stimmung top.
Mehr kann man von einer Küche kaum verlangen.

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