„Treffpunkt Natur“ startet – mit Kaffee, Werkzeug und deutscher Reparaturromantik
Gestern war es endlich so weit: Im VITAL e. V. wurde die Gartensaison 2026 im Projekt „Treffpunkt Natur“ eröffnet.
Und wie es sich für einen ordentlichen Saisonstart gehört, begann alles mit guter Laune, ersten Arbeitseinsätzen und der uralten Erkenntnis: Kaum scheint die Sonne, werden Menschen plötzlich freiwillig produktiv.
Einige Vereinsfreunde ließen sich das schöne Wetter nicht entgehen und rückten dem Garten zu Leibe.
Als ich ankam, war Christian bereits vor Ort – stilecht mit Elektro-Rikscha und zwei Gästen des ASPIDA Pflegecampus. Offenbar wurde der Linienverkehr spontan erweitert.
Die Deutsche Bahn prüft vermutlich schon, wie man dieses Konzept komplizierter machen kann.
Zunächst stand die große Bestandsaufnahme an. Das bedeutet im Vereinsdeutsch: Man schaut nach, was den Winter überlebt hat, was verschwunden ist und was dringend repariert werden muss. Besonders die Laube meldete sich lautstark zu Wort. Dort kündigen sich größere Arbeiten an.
Außerdem soll eine neue Dachrinne gebaut werden, damit Regenwasser gesammelt werden kann. Ein revolutionärer Gedanke: Wasser, das vom Himmel fällt, einfach behalten.
Im zweiten Abstellschuppen tauchten dann einige Gartengeräte auf.
Kurz darauf wurde es praktisch: Die ersten Pflanzen zogen in ein Randbeet um. Vorher musste die Erde gelockert und das Unkraut entfernt werden.
Also genau jene Pflanzen, die immer wachsen, obwohl sie niemand eingeladen hat.
Natürlich wurde nicht nur gearbeitet. Irgendwann holten wir Stapelstühle und einen Tisch heraus, um kurz zu verschnaufen. Denn jede große Gartenmission braucht eine Pause mit Stil. Franziska hatte bereits Kaffee und Tee vorbereitet, dazu lagen auch Kekse bereit.
Und damit war endgültig klar: Die Saison ist eröffnet.
Die Gartensaison 2026 im Treffpunkt Natur
So begann der Frühling im Treffpunkt Natur nicht mit großem Pathos, sondern mit Erde an den Händen und mit netten Gesprächen.
Viel besser kann ein Jahr kaum anfangen.
Gemeinschaft wächst wie ein gutes Beet
Wenn Menschen zusammen anpacken, lachen und anschließend Kaffee trinken, wächst nicht nur der Garten.
Dann wächst auch Gemeinschaft. Und die braucht manchmal nur Sonne, ein Beet und jemanden mit Keksen.

