Europa ein Wirtschaftsmärchen

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Während USA und China Schach spielen, würfeln wir uns durch die Realität

Europa hat ein erstaunliches Talent: Wir tun so, als wäre die Welt ein freundlicher Ort, in dem sich alle an die Regeln halten.
Die USA pumpen Milliarden in ihre Industrie, China sichert sich strategisch ganze Märkte, und Deutschland sitzt da und sagt:
„Der Wettbewerb wird das schon regeln.” Tut er nicht. Wir gucken zu, während andere Länder ihre Zukunft aktiv gestalten, und wundern uns, warum wir nicht mitspielen.

Schlüsselindustrien? Ja, aber  günstig

Die echten Helden unserer Wirtschaft heißen Halbleiter, Maschinenbau und Automobilindustrie – die sogenannten Schlüsselindustrien.
Ohne Chips läuft heute nichts: keine Autos, keine Maschinen, nicht mal die Kaffeemaschine. Wo kommen die her? Meistens aus Asien.
Europa könnte selbst produzieren, theoretisch. Praktisch ist es zu teuer, also hoffen wir weiter auf stabile Lieferketten. Krisen, Konflikte oder geopolitische Spannungen? Ach was, das passiert schon nicht…

Abhängigkeit als Geschäftsmodell

Und so entsteht Europas geniale Strategie: maximale Abhängigkeit bei minimalem Einfluss. Wenn ein Lieferant ausfällt oder einfach keine Lust mehr hat, steht alles still. Dann gucken wir überrascht, als hätte uns das niemand vorher sagen können.

Realität schlägt Ideologie

Das eigentliche Problem ist nicht, dass Europa keine Ideen hat, sondern dass wir an einem Wirtschaftstraum festhalten, der nichts mit der Realität zu tun hat.
Freier Wettbewerb klingt schön, funktioniert aber nur, wenn alle nach denselben Regeln spielen.
Tun sie aber nicht. Vielleicht ist es Zeit, aufzuwachen und zu erkennen, dass Wirtschaft auch Machtpolitik ist. Bis dahin würfeln wir weiter – und wundern uns, warum andere längst gewonnen haben.

 

“Wenn man davon ausgeht, dass China nicht immer unser freundlicher Partner ist, wenn man davon ausgeht, dass die USA eigene Interessen verfolgt, dann müssen wir aktiv dafür sorgen, dass die Schlüsselindustrien hier im Land bleiben:
Wenn wir in Europa keine Chips, keine Halbleiter produzieren sind wir abhängig vom asiatischen Markt, und wenn der mal nicht liefert, weil er nicht will oder nicht kann oder auf der Straße von Hormus Terror ist, dann kriegen wir einen Zusammenbruch der ganzen Industrie.“

Robert Habeck 2024

 

Bild: KI-generiert.

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