Unterwegs in die Antarktis – Zwischen Eis, Wind und in Verantwortung

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Luisa Neubauer und eine internationale Crew sind unterwegs auf dem Weg in die Antarktis. Sie sind in Ushuaia, dem sprichwörtlichen Ende der Welt, an Bord einer Forschungs-Segelyacht mit einem Namen, der Programm ist: Malizia Explorer.

Diese Reise ist keine gewöhnliche Expedition.
Sie verbindet Klimaforschung, Bildung und Bewusstseinsbildung und sie fühlt sich irgendwie an wie ein schwimmender Mikrokosmos globaler Verantwortung.

Eine internationale Crew, ein gemeinsames Ziel

An Bord der Malizia Explorer ist eine beeindruckende Mischung aus Menschen, die sonst selten gemeinsam auf einem Schiff unterwegs sind: Klimaaktivisten und Wissenschaftlern.
Neben Luisa Neubauer sind unter anderem die französische Umweltaktivistin Camille Étienne, die AWI-Wissenschaftlerin Dr. Lea Olivier und die brasilianische Hochseeseglerin Tamara Klink, der Weltumsegler Boris Herrmann  dabei – Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, aber einer gemeinsamen Mission.

Zwischen Gesprächen über Messdaten, Wetterbedingungen und politische Verantwortung soll spürbar werden: Die Antarktis ist für uns kein abstrakter Ort auf der Landkarte.
Sie ist ein empfindliches System, dessen Zustand direkte Auswirkungen auf das globale Klima – und damit auf unser aller Leben – hat.

Lernen direkt aus dem Eis: das „Globale Klassenzimmer

Ein besonderer Teil dieser Expedition ist das „Globale Klassenzimmer“. Es werden Schulklassen live mitgenommen – per Video-Stream direkt von Bord, später aus der Antarktis selbst. 
Kinder und Jugendliche können Fragen stellen, zuhören und verstehen.

Mehr als 1.000 Schulklassen haben sich bereits angemeldet. Der Gedanke, dass Schüler:innen vom Klassenzimmer aus direkt mit Menschen im Eis sprechen, über Gletscher, Ozeane und Kipppunkte des Klimas, ist kraftvoll.
Bildung passiert hier nicht aus dem Lehrbuch, sondern aus der Realität.

Die Antarktis zeigt uns, wie verletzlich unser Planet ist – und wie eng alles miteinander verbunden ist. Schmelzendes Eis hier beeinflusst Meeresspiegel, Wetterextreme und Lebensräume auf der ganzen Welt.
Diese Expedition will nicht nur Daten sammeln, sondern Haltung zeigen. Sie macht sichtbar, warum der Schutz der Pole und der Ozeane kein Randthema ist, sondern eine zentrale Frage unserer Zukunft.

Die Antarktis ist zugleich wunderschön und brutal. Und sie braucht Stimmen, die erzählen, was hier passiert.
Diese Expedition ist eine davon. Und sie erinnert daran: Klimakrise ist kein fernes Szenario. Sie ist hier. Jetzt. Und wir alle sind Teil der Geschichte, die daraus entsteht.

Ich war gestern schon bei einem Zoom-Webinar mit Luisa Neubauer, Nele Evers, Yasin Hinz und Linda Kastrup von Fridays for Future – und der Meeresbiologin Antje Boetius dabei.

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