Der ASPIDA Pflegecampus Plauen auf dem Weihnachtsmarkt – zurück rollend, herzlich und mit einem bimmelnden Beweisstück
Der Bericht kommt spät – sehr spät sogar. Aber Weihnachten verzeiht bekanntlich vieles, sogar verspätete Berichte.
Am Mittwoch, dem 17. Dezember, war der ASPIDA Pflegecampus Plauen dennoch (oder gerade deshalb) wieder einmal Teil des Plauener Weihnachtsmarkts. Wie jedes Jahr bezog das Team die inzwischen legendäre Wechselbude – eine feste Institution der Vorweihnachtszeit, irgendwo zwischen Glühweinduft, guten Taten und leicht kalten Fingern.
Gegen 15 Uhr setzte sich unsere kleine Karawane in Bewegung: vier Rollstühle, beste Laune und mein Herr Nachbar, Ernst, Holger und ich mittendrin. Andere Bewohnerinnen und Bewohner waren zu anderen Zeiten ebenfalls unterwegs – der Pflegecampus zeigte also Präsenz in Etappen, ganz nach dem Motto: Weihnachten ist kein Sprint, sondern ein gemütlicher Spaziergang.
An der Wechselbude herrschte bereits Hochbetrieb. Anna und Sina hielten tapfer die Stellung, charmant, engagiert und mit genau dem richtigen Maß an Weihnachtsmarkt-Routine. Zuvor hatten auch Patrick, Christian, Sandra und Danny vom Sozialen Dienst tatkräftig mit angepackt – offenbar ein Staffellauf der guten Laune.
Lose, Tiere… Spenden für einen guten Zweck
Im Mittelpunkt stand der Losverkauf zugunsten des Tierheims am Kemmler. Der komplette Erlös wanderte in eine durchsichtige Sammelbox, die mir verdächtig vertraut vorkam – vielleicht, weil sie sinnbildlich für Offenheit, Zusammenarbeit und „Wir machen das gemeinsam“ stand.
Natürlich kaufte ich ein Los. Und natürlich gewann ich: einen Weihnachtsmannanhänger mit kleinen Schellen im Bart. Ein Preis von überschaubarer Größe, aber mit erstaunlichem akustischem Durchhaltevermögen. Wie lange er nun an meiner Tasche bimmeln wird, bleibt offen – vermutlich länger als manch guter Vorsatz.
Mehr brauchte es an diesem Tag nicht, zumal Zuhause noch eine Eintrittskarte für die „Fabrik der Fäden“ wartet. Hoffentlich ist sie zeitlos gültig.
Zum Abschluss gab es eine Wurst und einen Eierpunsch – schließlich gehört zur winterlichen Atmosphäre auch eine gewisse kulinarische Pflicht. Zufrieden, ein wenig durchgefroren und reich an Eindrücken ging es danach zurück nach Hause. Weihnachten kann kommen. Zur Not auch verspätet.
Am nächsten Tag waren die Schüler vom Schulungszentrum BSW vor Ort.


