Tag der Menschen mit Behinderungen

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Eine offene Runde über Barrieren, Erfahrungen und Teilhabe

Vorgestern war der internationale Tag der Menschen mit Behinderungen, ein Anlass, den wir im Haus mit einer besonderen Diskussionsrunde gestaltet haben. Moderiert wurde das Gespräch von Patrick, und auch Frau Müller aus der Pflegedienstleitung schaute für eine Weile vorbei.
Neben den vier Stammgästen der Runde – Sabine, Ernst, Peter und mir – nahmen immer wieder weitere Gäste Platz. Selbst unser Haustechniker Bert ließ es sich nicht nehmen, vorbeizuschauen und zuzuhören.

Der Tag war insgesamt dreigeteilt: Während die monatlichen Wellness-Angebote unsere Ergo- und Physiotherapie-Teams ordentlich forderten, waren im Restaurant die „Flaschenbastler“ kreativ tätig.
In einer ruhigeren Ecke hatten wir unseren Gesprächskreis aufgebaut – ein Ort für Austausch, Reflexion und neue Perspektiven.

Menschen mit Behinderungen

Im Mittelpunkt stand das Thema Behinderung und ein bisschen Barrierefreiheit – ein Thema, das uns alle betrifft. Wir sprachen offen über die alltäglichen Herausforderungen, denen Menschen mit Behinderungen begegnen, aber auch über positive Erfahrungen und gelungene Beispiele von Teilhabe. Besonders überraschend war für viele, wie stark personenbezogen der Begriff „Behinderter“ oft wahrgenommen wird, als sei Behinderung eine feste Eigenschaft eines Menschen. Dabei ist längst klar: Nicht der Mensch ist das Problem, sondern die Barrieren, die ihn einschränken.
Ob physische Hindernisse, fehlende Kommunikation oder Vorurteile – all das schafft erst die eigentliche Behinderung.

Auch das Gesetz beschreibt genau diesen Zusammenhang. Dass jemand beispielsweise nicht laufen kann, ist nicht die Behinderung selbst, sondern die Ursache.
Die eigentliche Behinderung entsteht erst, wenn die Umwelt nicht entsprechend gestaltet ist. Also barrierefrei.

Ich selbst hatte noch einen kleinen historischen Exkurs vorbereitet – unter anderem zum preußischen Krüppelfürsorgegesetz von 1920. Was das weltweit erste Behindertengesetz war.
Doch dazu kamen wir nur am Rande, denn die Runde entwickelte sich lebendig und humorvoll. Es wurde gelacht, diskutiert und sicher auch einiges gelernt.
Für das nächste Mal wünsche ich mir noch mehr Teilnehmer – und eine Idee für einen passenden Anlass habe ich bereits.
Aber die verrate ich erst beim nächsten Treffen.

(alle Bilder: Patrick Schubert für ASPIDA Pflegecampus)

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