⚡🌍 „Energie in Bürgerhand – oder gar keine Zukunft!“

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Harald Lesch hat’s auf eine Folie geschrieben: Fuck. Und ehrlicher und einfacher kann man den Zustand unseres Planeten kaum zusammenfassen. Seit 300 Jahren haben wir die Erde so ruiniert, dass wir jetzt ernsthaft darüber reden müssen, ob große Teile der Welt bald unbewohnbar werden.

Wir haben Abfallberge im Wasser, im Boden – und vor allem in der Luft. CO₂ und Methan, so unsichtbar wie gefährlich, heizen unser Klima auf, und das hat nichts damit zu tun , dass es dieses Jahr bei uns etwas kühler schien, denn das war nur regional. Und obwohl die Wissenschaft seit Jahrzehnten warnt, schaffen wir es immer noch, alles wegzuwischen mit einem „kann ja nicht sein“.

Wissenschaft rettet uns – und keiner hört zu

Dank Forschung fliegen wir um die Welt, operieren mit Lasern, kommunizieren in Sekunden über Kontinente. Aber dieselbe Wissenschaft sagt uns: Stopp, so geht es nicht weiter.
Manche, wie in den USA glauben ernsthaft, ihre Regierungen könnten Wirbelstürme wie Milton künstlich erzeugen.
Andere leugnen, dass CO₂ das Klima beeinflusst – als ob Moleküle politische Überzeugungen hätten. Das ist absurd. Und es zeigt: Wir haben nicht nur eine Klimakatastrophe, wir haben auch eine Katastrophe der Vernunft.
Leute glauben lieber an Unsinn, als dass sie akzeptieren, dass wir selbst das Problem sind.

Kapitalismus frisst Klima

Solange ein paar Superreiche und Konzerne damit Geld verdienen, die Natur zu zerstören, wird sie zerstört. Punkt.

Warum sollte ein Fabrikbesitzer in Kalifornien aufhören, Flüsse in Indien zu vergiften, wenn er selbst hinter kalifornischen Mauern mit sauberem Wasser lebt und daran verdient?Deshalb ist Klimaschutz auch eine Machtfrage.

Eine Demokratie, die in der Wirtschaft mitredet, würde keine Flüsse vergiften. Denn wer darin badet, wer davon trinkt, vergiftet sich nicht selbst.

Erneuerbare: die größte Gefahr für Konzerne

Das Absurde: Wir haben die Lösung längst. Wind und Sonne liefern sauberen, endlosen Strom. Schon jetzt kommen über 50 Prozent unseres Stroms aus erneuerbaren Quellen. Jeder kann Solarpanels aufs Dach knallen (wie jener Tankstellenbesitzer in Bangladesh) oder Teil einer Energie-Genossenschaft werden, wie es bei Hof war und sich ein Windrad kaufen.

Das genossenschaftlich betriebene Bürger-Windrad bei Sellanger (Selbitz), Landkreis Hof hat  0,75 GWh/Jahr × ~29 Jahre ≈ rund 22 GWh Stromerzeugung über die gesamte Laufzeit eingebracht 

Das ist echte Freiheit.

Wir steuern auf +5 Grad zu

Lesch rechnet es vor: Wir sind auf dem schlimmsten aller Wege. Fünf Grad mehr – und große Teile Afrikas, Asiens und Südamerikas sind unbewohnbar. Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen. Millionen Tote. Milliarden auf der Flucht. Das ist kein Katastrophenfilm, das ist die Realität, auf die wir zusteuern.

Schluss mit der Naivität

Wir haben keine Zeit mehr für Debatten, ob es den Klimawandel „wirklich gibt“. Wir brauchen jetzt Handeln:

  • Wechselt zu demokratischen Energieanbietern.
  • Unterstützt Politiker, die für erneuerbare Energien kämpfen.
  • Lasst euch nicht von Hetze und Desinformation einlullen Rüdiger

Denn am Ende geht es nicht um Ideologie, nicht um Links oder Rechts. Es geht um die simple Frage: Wollen wir überleben oder nicht?

Und wenn wir so weitermachen wie bisher, bleibt uns nur ein einziges Wort, das die ganze Wahrheit beschreibt:

Fuck.


Hier sind einige genossenschaftliche Projekte im Bereich erneuerbare Energien in Sachsen, die insbesondere auf genossenschaftlicher Basis (Bürgerenergiegenossenschaften etc.) funktionieren:

BürgerEnergie Drebach e.G. (Erzgebirge)

  • Gründung: 2014 durch Bürger:innen in Drebach (Erzgebirgskreis).
  • Aktivitäten: PV-Anlagen auf öffentlichen Dächern, Elektromobilität (Ladesäulen), Bürgerstromversorgung, Öko-Gas, gemeinschaftliche Stromnutzung mit stabilen Preisen.
  • Leistung & Wirkung: Rund 8 PV-Anlagen mit ca. 233 kWp Leistung. Bis 2023 wurden rund 500 MWh erzeugt, allein im Jahr 2023 etwa 100 MWh, mit 182 t CO₂-Einsparung.
  • Mitwirkung: Bereits ab 250 € Beteiligung, mit 20-jähriger Strompreisgarantie und demokratischer Mitbestimmung.

Energiegenossenschaft Leipzig e.G.

  • Gründung: Ende März 2013 in Leipzig.
  • Ziel: Förderung der Energiewende vor Ort durch eine bürgernahe, nachhaltige Energieversorgung.

Bürger-Energie Zittau-Görlitz e.G.

  • Gründung: 2009, initiert durch Volksbank Löbau-Zittau eG.
  • Fokus: Klimafreundliche Stromproduktion—insbesondere durch Photovoltaikanlagen—mit attraktiver Rendite für Mitglieder.

egNEOS – Neue Energien Ostsachsen eG

  • Projekte: PV-Anlagen „NEOS Solar 10 & 11“ (z. B. in Dresden-Pieschen und Wehrsdorf), Bürgerwindrad „NEOS Wind 1“ (Enercon E101 bei Riesa, liefert Strom für ca. 2.500 Haushalte).
  • Beteiligungsmöglichkeiten: Mitgliedschaft, Nachrangdarlehen, ehrenamtliches Engagement.

Weitere Projekte und Netzwerke

Die SAENA GmbH (Sächsische Energieagentur) fördert die Gründung und Vernetzung solcher Projekte und hält Workshops, z. B. mit Erfolgsberichten von WirMachenEnergie eG oder Energiegenossenschaft Zittau-Görlitz eG.

Laut einem Überblick gibt es in Sachsen rund 15 Energiegenossenschaften, darunter jene in Leipzig, Dresden (egNEOS), Bürgerenergie Erzgebirge und Chemnitz.

VEE Sachsen e.V. agiert als landesweiter Verband mit über 130 Mitgliedern. Er unterstützt Projekte in Bürgerenergie, Wind, Solar, Bioenergie, Geothermie, Wasserkraft, Netze, Speicher, Mobilität etc..

Außerdem gibt es ein konkretes Bürgerenergieprojekt (über VEE Sachsen), das Strom aus Windkraft und Biogas erzeugt und in Wasserstoff-Elektrolyse, öffentlichen Ladesäulen, Mobilität sowie PV auf kommunalen Einrichtungen integriert – verbunden mit regionaler Nahversorgung mit Holzhackschnitzeln, H2-Tankstelle etc..

In Sachsen existieren mehrere aktive genossenschaftlich organisierte Projekte im Bereich erneuerbarer Energien – von kleinen PV-Projekten im Erzgebirge bis hin zu größeren Initiativen wie egNEOS oder dem Bürgerenergieprojekt über VEE Sachsen. Sie alle vereint das Ziel, die Energiewende regional, wirtschaftlich tragbar und demokratisch mitzugestalten.

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