Wer heute Gaskraftwerke baut, blockiert morgen den Weg in eine wirklich klimaneutrale Energie

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🔌 Warum neue Gaskraftwerke geplant werden

Deutschland steigt aus Kohle und Atomkraft aus – gleichzeitig soll Strom durch Wind und Sonne klimaneutral werden. Doch Wind- und Solarstrom schwanken – es braucht also „gesicherte Leistung“ für Zeiten, in denen die Erneuerbaren nicht liefern.

Katherina Reiche (CDU), die neue Bundes­wirtschaftsministerin, plant den Ausbau von 20 Gigawatt an Gaskraftwerksleistung – das entspricht in der Regel etwa 40 bis 50 neuen Gaskraftwerken bundesweit. Ihr Ziel: eine verlässliche Reserve für Zeiten schwacher Wind- und Sonnenstromproduktion sowie eine Stabilisierung der Strompreise (Link

Im Koalitionsvertrag ist die Schaffung von 20 GW Gaskraftwerksleistung fest verankert – rund doppelt so viel wie in vorausgegangenen Plänen

Reiche selbst sprach von mindestens 20 GW, die „schnell“ ausgeschrieben werden sollen – was je nach Größe der Anlagen etwa 40 bis 50 Einheiten bedeutet (Link

Konkret sagte sie, bis 2030 könnten „bis zu 40 neue Gaskraftwerke“ ans Netz gehen (Link

Wo wird gebaut?

Etwa zwei Drittel der neuen Kapazität, rund 13 GW, sind für Süd­deutschland vorgesehen – mit einem sogenannten „Südbonus“(Link

Reiche plant 20 GW, also rund 40–50 Gaskraftwerke bis 2030 – mit Schwerpunkt auf Süd­deutschland.die ab 2035 möglichst mit grünem Wasserstoff statt fossilem Gas betrieben was nicht geschehen wird, denn Wasserstoff ist wahrscheinlich auch 2035 noch knapp und teuer.
Grüner Wasserstoff wird langfristig vor allem für Industrie, Flug- und Schwerverkehr gebraucht – nicht für Stromerzeugung und: 


Es kommt darauf an dass es gelingt, sie durch Speicher, Netze und Flexibilität überflüssig zu machen.

Klimakatastrophe, Artensterben und fossile Gaskraftwerke?


Erneuerbare + Speicher wären besser
Statt Gaskraftwerke zu bauen, könnten Batteriespeicher, flexible Nachfrage und Netzausbau günstiger und nachhaltiger sein.

📍 Es gibt schon Große Batteriespeicher in Deutschland

Standort Betreiber / Entwickler Leistung (MW) Kapazität (MWh) Typ Jahr

Jardelund (SH) Eneco & Mitsubishi 48 MW 50+ MWh Primärregelleistung (Li-Ion)  2018

Bennewitz (SN) SMA 16 MW 25 MWh Blei‑Carbon 2019

Bordesholm (SH) VSB 10 MW 15 MWh Li‑Ion 2019

Neurath & Hamm (NRW) RWE 220 MW total ~235 MWh Li‑Ion Großpark 2024/25

Lingen & Werne RWE + Hydropower-NK Kopplung 117 MW siegl. 15 % extra Kapazität 2022

Wunsiedel (BY) Siemens & Fluence 100 MW – Li‑Ion 2021

Schwabmünchen (BY)–Rechtenbach & Co. VERBUND 44 MW 55 MWh Li‑Ion, 3 Standorte 2024

Schwarze Pumpe (BB) LEAG / Vattenfall 50 MW 53 MWh Netzspeicher am Kohlekraftwerk 2021

Schwerin (MV) WEMAG AG – – Schnellreaktiver Li‑Mn‑Ox Speicher

Betreiber wie RWE, VERBUND, LEAG und andere setzen auf strategische Anlagen nahe Kraftwerken und Verteilnetzen, oft kombiniert mit Photovoltaik oder Pumpspeicher 😉

Wir sehen sowohl regional verteilte Großspeicher (z. B. RWE-Parks ~220 MW) als auch mittelgroße Anlagen an Kraftwerksstandorten (LEAG, VERBUND).
Primärregelleistung in SH (Jardelund, Bordesholm) und Hybridlösungen wie in Lingen/Werne deuten auf technische Diversität hin.

Potenzial ist riesig – Pipeline in Deutschland 3,7 GWh bis 2027  .

Und dann gibt es ja noch Vehicle-to-Grid (V2G) – auf Deutsch: Fahrzeug-zu-Netz.Wie funktioniert V2G?

Das V2G-Prinzip basiert auf der Idee, dass Elektroautos nicht nur Strom aus dem Netz zum Laden beziehen, sondern auch Strom zurück ins Stromnetz einspeisen können. Die Autobatterien dienen dabei als dezentrale Energiespeicher, die helfen können, Spitzen im Strombedarf auszugleichen oder Überschussstrom aus erneuerbaren Energien zu speichern und später bereitzustellen.

Ablauf im Detail:
1. Laden: Das Elektroauto wird mit Strom geladen – idealerweise mit erneuerbarem Strom (z. B. tagsüber mit Solarenergie).
2. Speichern: Die Batterie speichert den Strom, wie bei jedem normalen Ladevorgang.
3. Netzrückspeisung: Bei Bedarf (z. B. abends bei hoher Netzlast) kann das Auto einen Teil des gespeicherten Stroms zurück ins Stromnetz einspeisen.
4. Steuerung durch Smart Grid: Intelligente Steuerungssysteme (Smart Grid) koordinieren den Energiefluss, abhängig von Netzlast, Strompreisen und Ladezustand des Fahrzeugs.


🇳🇱 Niederlande – Große Car‑Sharing‑Flotte in Utrecht

  • MyWheels integriert bis 2026 rund 500 Renault‑EVs (u. a. Renault 5) mit bidirektionalen Ladesäulen von We Drive Solar in Utrecht. Ziel: Netzstabilisierung durch gezielte Rückspeisung bei Spitzenlast  .
  • Bereits gestartetes Pilotprojekt mit 50 Autos – Ausbau weiter geplant  .
  • MyWheels integriert bis 2026 rund 500 Renault‑EVs (u. a. Renault 5) mit bidirektionalen Ladesäulen von We Drive Solar in Utrecht. Ziel: Netzstabilisierung durch gezielte Rückspeisung bei Spitzenlast  .

🇩🇪 Deutschland – Pioniere in der Netzintegration

  • Gemeinsam mit The Mobility House, Enervie und Amprion als primäre Regelreserve (Primary Control Reserve) offiziell vom TSO zugelassen  .
  • Seit 2018 laufender und inzwischen kommerzieller Pilot durch repetitive Einspeisung bei Frequenzschwankungen  .
  • Honda e:
    • Pilot mit Next Kraftwerke und Amprion: Sechs Fahrzeuge plus bidirektionale Charger leisten primäre Regelreserve  .
    • Seit 2024 verfügbar in Frankreich und Deutschland, inklusive bidirektionaler Wallbox, Tarifmodell und App-Steuerung von The Mobility House  .

🇸🇪 Schweden – Volkswagen‑Pilot in Hudiksvall

  • VW ID.‑Modellreihe (über 200 Fahrzeuge) und bidirektionale DC‑Ladeinfrastruktur von Ambibox in Kooperation mit Vattenfall für Geschäfts- und Privatkunden seit Sommer 2025  .

🌐 Weitere Automobil‑Akteure weltweit

  • Honda, Nissan, VW, BMW, Renault, Tesla, Volvo, Toyota arbeiten an oder testieren V2G‑fähige Modelle – v. a. über Smart‑Meter, ISO‑Standards und Aggregator‑Partnerschaften  .
  • In Asien: China fördert bis 2030 verstärkt V2G‑Integration in Fahrzeugproduktion  .
  • In Australien sind V2G‑Charger und Testreihen im Einsatz, etwa vom Australian National University (ANU)  .

💡 Zusammenfassung & aktuelle Entwicklungen

  • Netzstabilität: V2G kann schnell auf Schwankungen reagieren (Primär-/Sekundärregelung).
  • Erneuerbare Integration: Überschussstrom von Wind/Sonne kann effizient gespeichert werden.
  • Monetarisierung: Fahrzeugbesitzer verdienen mit Stromrückgabe – Wartungskosten sinnvoll kompensiert.

Das wird schon getestet und auch schon zum Teil umgesetzt. Ich denke Frau Reiche sollte sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Wenn folgendes ausgebaut wird, braucht es die Gaskraftwerke nicht.
Bei ihrem Vorschlag verdienen die Stromkonzerne, bei den V2G Beispielen verdienen die beteiligten Autobesitzer

Ist Katharina Reiche blind?

🔍 Wer ist eigentlich Katharina Reiche – und warum redet niemand über sie?

Während wir über Wärmepumpen streiten, arbeitet eine CDU-Ministerin im Hintergrund systematisch gegen Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und echten Fortschritt – still, strategisch und mächtig.

Katharina Reiche war Staatssekretärin, dann Lobbyistin für Energiekonzerne wie RWE & E.ON (für über 400.000 € im Jahr) – und jetzt ist sie zurück: als Wirtschaftsministerin. Und sie macht weiter, was sie vorher getan hat: Sie schützt alte Industrien, bremst die Energiewende aus und torpediert europäische Klimaziele. Mit Begriffen wie „Technologieoffenheit“ vernebelt sie, was in Wahrheit Rückschritt ist: fossile Reservekraftwerke, Blockaden im Gebäudegesetz, Lobbypolitik statt Gemeinwohl.

Reiche steht nicht zufällig da, wo sie ist. Sie ist ein Produkt eines Systems, das wirtschaftsliberale Netzwerke, Parteispenden und politische Ämter eng miteinander verknüpft. Und sie tut genau das, wofür die CDU Spenden bekommt – leise, aber effektiv.

👉 Reiche ist kein Einzelfall. Sie ist das Symptom.

👉 Wir müssen genau hinschauen. Und laut darüber sprechen.

Die CDU hat sich in den letzten Jahren so sehr mit Lobbyinteressen verflochten, dass man kaum noch weiß, wo die Partei aufhört und der Profit beginnt.

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