Steffen (Margy) Marquardt

Das Hirn und Einschränkungen

Es heißt Behinderung ist eine Erscheinung des Alters.
Ab ungefähr 20 fängt das Gehirn an abzubauen. Das wiederum heißt nicht, dass Regionen absterben, sondern das es weniger schnell wächst. Und nicht in der Ausdehnung, sondern Hirnzellen kommen dazu und vernetzen sich, bekommen Fähigkeiten und Sterben wieder. Jedoch das passiert weniger schnell.
Das Gehirn ist ja kein Computer. Der hat eine Taktfrequenz.
Und auch wenn der Computer langsamer wird weil der Arbeitsspeicher voll ist oder zu viele Autostartprogramme laufen, die Taktfrequenz bleibt immer gleich.

Das Gehirn ist besser.
Es kann die Geschwindigkeit ändern, die Zellen wachsen aber im Laufe der Jahre langsamer nach.
Vergleiche nur mal die Reaktionszeit eines 20jährige mit der eines 70jährigen. Doch das kann man trainieren.
Das ist nun wieder eine Eigenart.

Das Gehirn lernt. Es ist in der Lage aus Erfahrungen zu lernen aber auch eigene Rückschlüsse zu ziehen.
Einen Makel hat es. Es braucht Sauerstoff um zu funktionieren und Nährstoffe,
Und die werden durch das Blut zugeführt.
Das wiederum bedeutet, dass es den Körper braucht und der das Gehirn zur Steuerung.
Wär ja auch komplett Sinnlos, so´n Gehirn ohne Körper oder andersrum.
Wenn aber eine Region keine Blutzufuhr mehr hat, nach einem Schlaganfall oder Ähnlichem dann stirbt die Region ab und die Körperfunktionen die von ihr gesteuert werden fallen ganz oder Teilweise aus.
Das sind dann kognitive oder motorische, was bedeutet ungefähr geistige und bewegliche Einschränkungen.

Diese können zwar im Gehirn wieder aufgebaut werden, doch das braucht viel Zeit und Therapieaufwand und ist ein anderes Thema.
Und um diese Einschränkungen geht es eigentlich.
Wenn man solche Einschränkungen hat, dann wird man durch allerlei Barrieren Behindert.
Und zwar daran wie alle anderen am Leben teilzunehmen.
Das wiederum nennt man Teilhabe.
Und was für Barrieren gibt es da?
Dass ein Architekt nicht an eine Rampe denkt, nur an Treppen oder nicht einen Fahrstuhl gedacht hat, weil nicht daran gedacht wird, dass ein Blinder nun mal nichts sieht und Brailleschrift (Blindenschrift) braucht oder im Fahrstuhl werden die Etagen angesagt, Wege werden in Amtsgebäuden fahrblich gekennzeichnet und-oder man lernt zu denken wie Menschen mit Einschränkungen.
Die weitverbreitesten Barrieren haben aber mit Behinderung im medizinischen Sinne nichts zu tun sondern mit Bürokratie und Amtssprache.

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Die Vogtländische Initiative für Teilhabe und Aktives Leben – kurz VITAL – ist Ansprechpartner für Menschen mit einer erworbenen Hirnschädigung (Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder Hirntumor) und deren Angehörigen.

 
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Der Verein betreibt eine Kontakt- und Beratungsstelle in Plauen,
begleitet Selbsthilfegruppen und bietet verschiedene Freizeitangebote im gesamten Vogtlandkreis an.

   

 Hilfe nach erworbenen Hirnschäden
Hilfe nach erworbenen Hirnschäden.
 Betroffene, Angehörige, Partner aber auch Interessierte werden auf diesen Seiten wichtige Informationen finden.